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Irgendwann hat jeder schon mal etwas über vorbeugenden Brandschutz und dem richtigen Verhalten in einem Brandfall gehört.

In einer solchen Situation allerdings schaut alles oft anders aus. Falsches Verhalten oder gravierende Fehler als Ursache einer Katastrophe sind oft Ausgangspunkt für unzählige Verletzte oder sogar Tote.

Wir möchten Ihnen auf unseren Seiten nützliche Ratschläge zur Vermeidung von Bränden und das richtige Verhalten in einem Brandfall geben. Bei uns haben Sie die Möglichkeit Ihr Wissen wieder aufzufrischen und ggf. auch zu erweitern.

In regelmäßigen Abständen wollen wir uns einem aktuellen Thema widmen und nützliche Informationen für Sie und auch ihrer Familie bereitstellen.

Falls Sie noch Interesse an speziellen Themen haben schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Beiträge wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Putzbrunn e.V. unter Bereitstellung von Texten und Bildern des Landesfeuerwehrverbandes Bayern (www.lfv-bayern.de) erstellt.


Richtiges Verhalten bei Bränden an Kraftfahrzeugen

Ein brennendes Auto ist für jeden Autofahrer eine Horrorvorstellung.
Es passiert in Deutschland rund 40 000 mal im Jahr: Ein Auto rollt am Straßenrand aus, dunkler Qualm sucht sich unter der Motorhaube seinen Weg ins Freie. Die Passagiere stürzen voller Hektik aus dem Auto, reißen die Motorhaube auf und blicken hilflos auf einen Brand im Motorraum.

Noch besteht kein Grund zur Panik, denn bis sich ein solcher Entstehungsbrand zu einem richtigen Feuer gemausert hat, vergehen einige Minuten. Bis dahin bleibt genug Zeit, die Flammen zu löschen.

Doch womit?

Meistens fehlt ein geeignetes Löschmittel. Dabei ist das Angebot an Autofeuerlöschern groß, die Preise sind moderat. Nachrüstgeräte sind schon ab rund 40 Euro zu haben - bereits eine Tankfüllung mit Kraftstoff kostet mehr. Während sich sportliche Kfz-Zubehörteile, zum Beispiel Leichtmetallfelgen, gut verkaufen, verstaubt das Sicherheitszubehör "Feuerlöscher" in den Regalen.

Wer sich einen Autofeuerlöscher anschaffen will, hat die Wahl zwischen Geräten  mit einem und zwei Kilogramm Füllmenge. Grundsätzlich gilt: Je größer, desto besser. Denn in der allgemeinen Hektik kommt es oft vor, dass ein Teil des Feuerlöscherinhalt wirkungslos verpulvert wird, weil aus zu großer Entfernung oder an die falsche Stelle gesprüht wird.  Ein größerer Autofeuerlöscher ist auch vorteilhaft bei einem Brand, etwa nach einem Unfall, der bereits so weit fortgeschritten ist, dass jedes zusätzliche Gramm Löschpulver Zeit für die Rettung von Unfallopfern gewinnt.

Die Unterbringung bereitet dank separater Halter in den meisten Fällen keine Probleme. Ein guter Platz für einen Autofeuerlöscher ist direkt vor dem Fahrer oder Beifahrersitz. Der Kofferraum als Lagerort ist dagegen kritisch zu sehen, da der Löscher dort nicht nur eventuell unter Gepäck begraben, sondern bei einem Auffahrunfall auch unerreichbar ist.

Was aber tun, wenn unterwegs Rauch aus Motorhaube oder Armaturenbrett von drohendem Unheil kündet?

Keine Panik, zum Löschen ist genug Zeit, Explosionen gibt's nur im Film !
Auf jeden Fall ohne panische Vollbremsung oder überfallartigen Spurwechsel das Auto an die Seite fahren. Die Zündung aus- und die Warnblinkanlage einschalten. Die Motorhaube entriegeln und raus aus dem Auto. Ein Brand, der im Motorraum ausbricht, kann bei einem Fahrzeug der Mittelklasse bis zu 20 Minuten benötigen, um sich über die Trennwand zwischen Motor- und Fahrgastraum auszubreiten.

Die Motorhaube öffnen und mit dem Löscher so dicht wie möglich, dabei jedoch die eigene Sicherheit (Verbrennungsgefahr) berücksichtigen, an den Flammenherd herangehen.


Dabei darauf achten, so wie im zweiten Bild richtig dargestellt, dass man den Wind im Rücken hat, damit man beim Löschen keine Löschpulver aber auch keinen Rauch und keine Zersetzungsprodukte (Brandgase) einatmet.

Erst wenn man nahe genug am Feuer ist, mit kurzen, gezielten Stößen den Flammen zu Leibe rücken.

Denn die reine Sprühdauer eines Einkilo-Feuerlöschers beträgt nur etwa wenige Sekunden.

Anfangs dringen die Flammen noch durch die Pulverwolken.

Steigt weißer Rauch auf, beginnt der Brand zu verlöschen.

Nach Möglichkeit sollte noch ein Rest an Löschmittel zurückbehalten werden, falls es zu Rückzündungen kommt.

Das kann vor allem bei Reifenbränden der Fall sein.

Lässt sich z.B. durch das Unfallgeschehen der Motorraum nicht mehr öffnen, so bestehen je nach Lage und Fahrzeugtyp folgende Möglichkeiten den Brand zu löschen:

  • Den Löschstrahl von der Bodenseite her in den Motorraum richten
  • Das Löschpulver durch den Druck des Feuerlöschers über die feinen Öffnungen des Fahrzeugskühler in den Motorraum einblasen.

Dass bei einer Löschaktion ein Auto, wie so es in Filmen gezeigt wird, einem um die Ohren fliegt, muss dagegen niemand befürchten. Denn, dass ein Auto explodiert, kommt in der Praxis nicht vor. Im ungünstigsten Fall kann freigewordener Kraftstoff explosionsartig verbrennen.

Platzende Autoreifen verursachen zwar einen explosionsartigen Knall, eine Gefahr für Leib und Leben besteht dabei im Regelfall jedoch nicht.

Als Hauptursache für Kfz-Brände nennt die Statistik zu knapp 90 Prozent technische Mängel wie Defekte am Kraftstoffsystem und der Fahrzeugelektrik. Trotzdem sind Fahrzeugbrände nicht nur ein Problem alter und maroder Fahrzeuge. Bei Unfällen entzündet sich z.B. oft ausgelaufenes Benzin und dann kann es lebensrettend sein, wenn ein Ersthelfer einen Feuerlöscher dabei hat.


Rauchmelder können Leben retten

In den USA sind 90% aller Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet, bei uns in Deutschland sind es lediglich 5%.

Schon alleine dieser Vergleich sollte Anlass genug sein über unsere eigene Sicherheit nachzudenken, wie auch die folgende Statistik zeigt.



Da die meisten Brände nachts ausbrechen, kommen die Menschen nicht durch die Flammen sondern durch den giftigen Brandrauch ums Leben. Das geruchlose Gas Kohlenmonoxid entsteht bei fast jedem Brand und führt anfangs zur Bewusstlosigkeit, mit steigender Konzentration schließlich zum Tod. Gerade während des Schlafs bekommt man von diesem Freiwerden des tödlichen Gases nichts mit. Der besonders dichte Rauch z.B. bei Kunststoffbränden erschwert die Flucht zusätzlich.

Rauchmelder geben frühzeitig Alarm

Der unangenehm laute Heul- oder Piepton eines Rauchmelders (ca. 85 db) lässt sogar die Tiefschläfer aus dem Schlaf erwachen. Man gewinnt so wertvolle Sekunden zur Rettung von sich selbst oder Familienangehörigen.

Für den Mindestschutz einer Wohnung sollte an einer zentralen Stelle ein Rauchmelder installiert sein.

Für mehrgeschossige Häuser empfiehlt sich in jeder Etage mindestens ein Rauchmelder.Optimalsten Schutz bietet natürlich ein Rauchmelder in jedem Zimmer. Ausgenommen sind Bad und Küche, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe Fehlalarm ausgelöst werden könnte.

Installation

Die batteriebetriebenen Melder werden aufgrund des nach oben steigenden Rauches an der Decke in der Raummitte, bzw. 50 cm von Wänden entfernt mit Schrauben und Dübel befestigt.

Wenn die Batterien leer sind geben die Rauchmelder als eindeutiges Zeichen einen hörbaren Piepton von sich.






3-Zimmer-Wohnung

mehrstöckiges Wohnhaus
= Mindestschutz= Optimaler Schutz

Im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen erhalten Sie nicht nur Qualitätsprodukte, sondern auch kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern. 

Verwenden Sie nur optische Rauchmelder, die folgende Merkmale erfüllen:

  • VdS-Prüfzeichen
  • mit Warnfunktion bei Nachlassen der Batterieleistung
  • batteriebetrieben
  • mit Testknopf zur Funktionsüberprüfung
  • Rauch kann von allen Seiten gut in den Melder eindringen

Für verhältnismäßig wenig Geld können Sie sich selbst und auch ihrer Familie ein größeres Maß an Sicherheit bieten.
Rauchmelder können Leben retten bevor es zu spät ist!
 


Einsatz und Gebrauch von Feuerlöschern

Obwohl Feuerlöscher nach den heute gültigen öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften für Privathaushalte grundsätzlich nicht mehr vorgeschrieben sind, sollte in jedem Haushalt ein funktionsfähiger Feuerlöscher vorhanden sein. Mit einem Feuerlöscher lassen sich Brände im Entstehungsstadium wirksam bekämpfen und Großschäden vermeiden.

Sollte dies nicht der Fall sein rufen Sie sofort die Feuerwehr.

Welche Löscher soll man einsetzen?

Feuerlöscher unterscheiden sich durch die Art des Löschmittels, das sie enthalten. Bei der Auswahl des richtigen Löschmittels hilft die Brandklasseneinteilung:


Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, mit Glutbildung
 z.B. Holz, Papier, Stroh, Kohle, Textilien, Autoreifen

Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen
z.B. Benzin, Öle, Fette, Harze, Teer, Wachse, Alkohole, Kunststoffe

Brände von Gasen
z.B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Stadtgas

Brände von Metallen
 z.B. Aluminium, Magnesium, Natrium, Lithium. Kalium, oder deren Legierungen

Feuerlöscher enthalten oft Löschmittel, die für mehrere Brandklassen gleichzeitig geeignet sind. Für Privathaushalte empfiehlt sich grundsätzlich der Einsatz von ABC-Pulverlöschern.

Die Normung der Feuerlöscher sieht eine Prüfung alle zwei Jahre vor. Nur so lässt sich eine einwandfreie Funktionsfähigkeit sicherstellen.

Dauerdrucklöscher müssen zusätzlich zu den regelmäßigen Prüfungen, alle zehn Jahre durch Sachverständige (z.B. TÜV) geprüft werden.

Der Umgang mit Feuerlöschern ist generell sehr einfach. Man sollte auch anderen, z.B. der Familie die nötigen Handgriffe zum Aktivieren erklären. 




Sicherung ziehen
Auslöseeinrichtung betätigen z.B. Eindrücken des SchlagknopfsFeuer mit gezielten Stößen löschen

Zum Schluß noch einige Tips wie man Feuer wirkungsvoll bekämpfen sollte:


Das Feuer mit dem Wind angreifen
Flächenbrände von vorne und unten ablöschen

Tropf- und Fließbrände von oben angreifen

Mehrere Feuerlöscher gleichzeitig einsetzen

An der Brandstelle auf Wiederentzündung achten

Gebrauchte Feuerlöscher wieder befüllen lassen


Häuslicher Brandschutz: Warum? 

Aktiver Brandschutz - Sicherheit für Haus und Familie

Feuer zerstört jedes Jahr ein Privatvermögen von über 3 Milliarden Euro. Rund 200.000 mal kommt die Feuerwehr zum Einsatz. Bei jedem vierten Einsatz ist ein Privathaushalt betroffen. Unachtsamkeit und mangelnde Vorsicht sind die Ursache der meisten Brände, die oftmals leicht verhindert bzw. beim Entstehen mit einem funktionsfähigen Feuerlöscher schnell gelöscht werden könnten.

In jedem Haushalt gibt es zahlreiche Brandquellen, denen wir uns nicht bewusst sind oder deren Existenz wir mit dem Gedanken "es wird schon nichts passieren" gerne verdrängen. Doch überall dort, wo ein brennbarer Stoff und eine Zündquelle zusammen kommen, kann ein Brand entstehen. Und brennbare Stoffe gibt es im Haushalt zu genüge. Denn brennbare Stoffe sind nicht nur leicht entflammbare Flüssigkeiten oder Gase, sondern auch feste Stoffe wie Holz, Textilien oder Kunststoffe und somit annähernd der gesamte Hausstand. Daher ist bei der aktiven Brandvermeidung insbesondere auf mögliche Zündquellen zu achten. Und auch hier gilt, dass eine Zündquelle nicht nur eine offene Flamme sein muss. Ob Bügeleisen, Wäschetrockner oder Elektrogeräte, die im "Stand-by-Betrieb" laufen, zur Zündquelle kann jeder Gegenstand werden, der Wärmeenergie abgibt.

Fernsehapparate sind in Wohnungen die Brandursache Nummer 1.

Kinder spielen gerne - und ganz besonders - mit Dingen die ihnen eigentlich verboten sind, so z.B. auch mit Feuerzeugen und Streichhölzer.

Durch überhitztes Fett oder Öl ist in der Küche die Gefahr eines Fettbrandes besonders hoch. Durch das Löschen mit dem hierfür falschen Löschmittel "Wasser" besteht die Gefahr einer so genannten Fettexplosion.
Auch wenn Sie noch so aufmerksam sind, oftmals genügt eine plötzliche Ablenkung und das Speisefett in der Pfanne wird überhitzt und fängt Feuer.

Gut wenn man dann das richtige Löschmittel zur Hand hat und auch sicher damit umgehen kann!

Holz-, Kohle- und Ölöfen (insbesondere offene Kamine) sind gerade in der kalten Jahreszeit eine ständige Gefahrenquelle, aus der sich Brände entwickeln können.

Offenes Feuer durch Lampions und Kerzen bei Festen und Feiern, insbesondere in der Advent- und Weihnachtszeit, führen immer wieder zu Bränden.

Brände nach dem Faschings-Hausball, ein missglückter Fondueabend, Zigarettenglut im Papierkorb oder Rauchen im Bett sind immer wiederkehrende Brandursachen in der Feuerwehr-Einsatzstatistik.

Weitere Ursachen finden sich im Hobby- und Heimwerkerbereich z.B. "Explosion beim Fußboden verkleben", " Entzündung von brennbaren Flüssigkeiten bei Reparaturarbeiten am Auto in der Garage", "Auftauen von eingefrorenen Wasserleitungen"

Die Liste lässt sich fast endlos fortsetzen. Die größte Gruppe der Brandursachen sind jedoch beschädigte elektrische Einrichtungen oder Geräte. Wir wollen Ihnen helfen Ihre Wohnung ein Stück sicherer zu machen und haben Ihnen deshalb zu diesem Bereich nachfolgend einige Tipps zur Schadensverhütung zusammengestellt:

Elektrische Geräte im Haushalt - so schützen Sie sich vor Schäden

Technische Voraussetzungen:

  • Setzen Sie nur CE- und VDE- (GS) bzw. TÜV- (GS-) geprüfte Elektrogeräte ein. Elektrische Geräte müssen mit dem CE-Kennzeichen markiert sein.Da diese Kennzeichnung alleine noch keine Aussage über die Qualität des Produkts macht, sollten Sie auf ein zusätzliches Prüfkennzeichen achten, z.B.: VDE, TÜV VDE-GS, TÜV-GS. Das GS-Zeichen steht dabei für "geprüfte Sicherheit"
  • Der FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) muss einwandfrei funktionieren
  • Beachten Sie vor Inbetriebnahme eines Elektrogerätes die Gebrauchsanweisung


Elektrowärmegeräte

  • Elektrowärmegeräte (z.B. Wasserkocher) möglichst mit Abschaltautomatik und Knickschutz am Zuleitungskabel verwenden
  • Elektrowärmegeräte (z.B. auch Bügeleisen) stets auf eine feuerfeste Unterlage und in genügendem Abstand von brennbaren Gegenständen stellen oder montieren
  • Betreiben Sie Elektrogeräte nur unter Aufsicht und schalten Sie diese nach Gebrauch ab. Am besten den Netzstecker ziehen
  • Tauchsieder möglichst mit Schutztemperaturbegrenzer nur in feuerbeständigen Behältnissen und auf feuerfester Unterlage verwenden
  • Heizstrahler brauchen einen Mindestabstand von brennbaren Stoffen: mindestens 50 cm, im Strahlungsbereich sogar 100 cm

Fernsehgeräte

  • Fernsehgeräte benötigen genügende Lüftung, deshalb bei Schrankeinbau einen Mindestabstand von seitlich 15 cm und oberhalb von 20 cm einhalten.
  • Schalten Sie das Gerät immer völlig aus und belassen Sie es nicht im "Stand-by-Betrieb". Das spart nebenbei auch noch Strom.
  • Vor allem ältere Fernsehgeräte sind brandgefährdet - deshalb von einer Fachkraft überprüfen lassen.
  • Bei Gewitter und längerer Abwesenheit (Urlaub) Netz- und Antennenstecker ziehen.
  • Bei ungewöhnlichen Bildstörungen, Knistern im Gerät oder bei Brandgeruch den Fernseher sofort ausschalten und den Netzstecker ziehen.

Elektrische Haushaltsgeräte

  • Wandsteckdosen nicht durch unzulässige Abzweigstecker erweitern
  • Waschmaschinen, Trockner und Kühlschränke brauchen genügend Entlüftungsmöglichkeit. Sie sollten deshalb Lüftungsschlitze nicht zudecken
  • Reinigen Sie bei Wäschetrocknern regelmäßig das Flusensieb

"Es werde Licht – aber bitte mit Vorsicht!"


Feuergefahren bei Lichtquellen vermeiden
Lampen und Leuchtkörper können bei unachtsamem Umgang einen Wohnungsbrand auslösen. Denn Glühlampen und Halogenbirnen erzeugen nicht nur Licht, sondern auch Hitze. Um Feuergefahren zu vermeiden, sollten Lampen nicht in unmittelbarer Nähe von brennbaren Materialien wie Gardinen, Papier oder Holz aufgestellt werden, empfiehlt die Aktion `Brandschutz ist Lebensschutz` gemeinsam mit dem Deutschen Grünen Kreuz. Neben der Einhaltung von Sicherheitsabständen sollte besonders auf die Standfestigkeit der Lampen geachtet werden.

Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ergeben sich immer wieder Situationen, von denen eine erhöhte Brandgefahr ausgeht: Spielende Kinder dunkeln elektrisches Licht durch bunte Tücher oder Papier ab. Eine Gardine wird beim Zimmerlüften unbemerkt über einen Deckenfluter geweht, oder ein Papierstapel befindet sich bedenklich nah an einer Schreibtischlampe. Aufgrund der Hitzeentwicklung ist dann ein Entflammen der brennbaren Materialien möglich.


Bei Problemen und Defekten:
  •  Lassen Sie defekte Elektrogeräte nur von einer Elektrofachkraft reparieren
  • Defekte Steckverbindungen und Sicherungen wegwerfen und durch neue ersetzen
  • Achten Sie beim Auswechseln von Glühlampen immer auf die richtige Wattzahl
  • Fällt das Bild auf der Fernsehmattscheibe zu einem waagrechten Strich zusammen, das Gerät sofort abschalten und den Netzstecker ziehen. Bei Brand Löschversuche nur seitlich am Gerät stehend vornehmen, da die Gefahr einer Implosion der Bildröhre besteht
Wir haben Ihnen mit dieser Auflistung die häufigsten Fehlerquellen bei Elektrobränden im Haushalt aufgezeigt. Gehen Sie alle Ihre Elektrogeräte, Elektroinstallationen, Kabel und Steckdosen durch und überprüfen Sie diese auf

  • Funktionstüchtigkeit
  •  Sicherheitsabstände zu brennbaren Gegenständen
  •  Nichtbrennbarkeit von Standplätzen und Umgebung


Richtiges Verhalten bei Wald- und Flurbrand

Auch der trockenste Kieferwald brennt nicht, wenn er nicht entzündet wird. Es sind ca. 300° C erforderlich, um selbst das zündfähigste Gras zu entflammen. Worin liegt aber nun die Ursachen der Waldbrände?

Grundsätzlich ist zu beachten, dass die heute vorkommenden Waldbrände in Mitteleuropa nur selten Naturereignisse sind. Der Blitzschlag ist hier die einzige natürliche Waldbrandursache. Blitzschläge sind zwar gar nicht so selten. Immerhin werden zwischen 3 % und 10 der Waldbrände von Blitzschlägen verursacht. Der Anteil der Blitzschläge an der Waldbrandfläche hingegen liegt unter 1 %!

Doch Blitzschlagbrände müssen häufig nicht von der Feuerwehr gelöscht werden. Denn Blitze treffen oft nur einzelne, hohe und exponiert stehende Bäume. Ferner sind Gewitter in Mitteleuropa in der Regel mit intensiven Niederschlägen verbunden. Dadurch breiten sich Blitzschlagbrände häufig nicht stark aus oder erlöschen von selbst.

Über 90 % der Waldbrände und über 99 % der Waldbrandflächen sind auf menschliches Handeln oder Fehlverhalten zurückzuführen. Die Palette der bekannten Ursachen reicht von der sorglos weggeworfenen Zigarettenkippe über die Selbstentzündung alter Munition aus den Weltkriegen, den handlungsbedingte Ursachen, wie z.B. Wärme schnelldrehender Maschinenteile oder Kfz-Katalysatoren, Fahrlässigkeit im Umfang mit Feuer bis hin zur Brandstiftung. Letztere ist z.Zt. leider die häufigste bekannte Waldbrandursache!

Was brennt bei einem Waldbrand?

Es brennt die Bodenvegetation, der Humus, die Rinde und das Laub bzw. die Nadeln von Bäumen und Sträuchern sowie trockenes Holz (aber nur selten das Holz zuvor lebender Bäume), d.h. Zellulose, Hemizellulosen, Lignin, Pflanzeninhaltsstoffe (Terpene, Harzsäuren u. dgl.). Die Bäume sterben sobald das Kambium überhitzt wird.

Häufig führen aber auch geringere Beeinträchtigungen sogar in tangierenden Beständen zu nachfolgendem Befall durch rindenbrütende Insekten, sodass auch bei relativ geringen Bodenfeuern langfristig kaum Bäume überleben. Ob und wann sich die Materialien entzünden, hängt von deren Brennpunkten ab und damit von der Energie der vorhandenen Zündung bzw. des vorhandenen Feuers, das die Materialien zunächst trocknen und dann entzünden muss. Man unterscheidet:

  • Bodenfeuer (-brände): Es brennt nur die Bodenvegetation und die Bodenauflage. (Relativ geringe Wärme, langsam laufend, relativ leicht bekämpfbar)
  • Vollfeuer (-brände): Es brennt die Bodenauflage und die Waldvegetation bis in die Baumkronen. In Mitteleuropa ist ein Vollfeuer immer an ein Bodenfeuer gebunden. (Große Wärme, schnell laufend, schwer bekämpfbar)
  • Moorbrände: Es brennt der ausgetrocknete Teil des Moorkörpers. (Brennt im Verborgenen, langsame Ausbreitung, sehr schwer bekämpfbar, gefährlich)
  • Flugfeuer:Brennende Pflanzenteile werden durch den Wind und die Thermik des Feuers bei Vollbränden über die Feuerfront hinausgetragen und verursachen jenseits der Feuerfront ein neues Feuer. (Achtung - Gefahr des Einschließens der Löschkräfte!)

Die horizontale Ausbreitung hängt hauptsächlich vom Brandmaterial, vom Wind (Laufgeschwindigkeit, Flugfeuer) und vom Relief (bergauf schnellere Ausbreitung) ab. Bei konstantem Wind und ohne andere Störungen nimmt die Waldbrandfläche eine keulenartige Form an.

Die vertikale Ausbreitung wird von der Energie des Bodenfeuers und dem Vorhandensein so genannter Feuerbrücken (Brennbarer Unterwuchs, tiefe Beastung) bestimmt, die dann zu Vollfeuer führen. In den Mineralboden hinein wirken die Temperaturen des Feuers jedoch nur wenige Zentimeter, weshalb viele Wurzeln und Überdauerungsorgane von Pflanzen sowie unterirdisch lebende Tiere unversehrt bleiben.

Laufgeschwindigkeit von über 1 km/h sind selten. Ein gesunder erwachsener Mensch kann einem Waldbrand also ohne weiteres entfliehen. Bei Bodenbränden ist die Feuerfront zudem kein Inferno, sondern nur ein schmaler Saum, der zur Rettung durchaus überquert werden kann, da die dahinter liegende Fläche nicht mehr brennt. Dennoch ist Vorsicht geboten. Die Geräuschkulisse eines Vollfeuers, die Rauchentwicklung, Schadstoffe, Flugfeuer usw. können zur Desorientierung, zur gesundheitlichen Beeinträchtigung und zum Einschließen führen.

Die meisten Wald- und Flurbrände verursacht der Mensch

Waldbrände entstehen in unseren Breitengraden meist aus fahrlässiger Unachtsamkeit oder durch vorsätzliche Brandstiftung. Zu den häufigsten Nachlässigkeiten zählen leichtfertiger Umgang mit offenem Feuer und das Wegwerfen von noch glimmenden Zigarettenkippen.

Nicht umsonst besteht in der Sommerzeit in unseren Wäldern Rauchverbot.

Machen Sie rauchende Spaziergänger darauf aufmerksam - höflich, aber bestimmt.

Denken Sie immer daran: Feuerwehrleute schützen sich im Löscheinsatz durch spezielle Schutzkleidung und mit Atemschutzgeräten. Betroffene und Anlieger eines Hausbrandes können evakuiert werden. Flora, Fauna und die Tierwelt jedoch bleiben im Brandfall ihrem Schicksal überlassen.

Richtiges Verhalten bei Bränden in Wald und Flur

Brandmeldung:
Im Falle eines Wald- oder Flurbrandes ist sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 oder eine Polizeidienststelle (Notruf 110) zu verständigen. Dabei sind möglichst die nachfolgenden Daten zu übermitteln:

  • Genaue Angabe des Brandortes
  • Ausmaß des Brandes
  • Art des Brandes (Erd-, Boden- bzw. Wipfelfeuer)
  • Günstigste Zufahrt zum Brandort, evtl. einen Treffpunkt mit den Einsatzkräften vereinbaren
  • Derzeitiger eigener Standort des Meldenden angeben

Brandbekämpfung:
Die Brandbekämpfung eines Entstehungsbrandes muss mit allen zur Verfügung stehenden Mittel erfolgen. Da Wasser in den meisten Fällen nicht zur Verfügung steht, könnten die nachfolgend aufgeführten Hilfsmittel wie folgt eingesetzt werden:

  • Austreten von kleinen Brandstellen
  • Auskehren oder Ausschlagen mit etwa 1,5 Meter langen Nadelbaumästen
  • Abdecken der Brandstelle mit Sand, Kies oder Erdreich
  • Löschen mit Feuerlöschern
  • Gegen den Wind in Sicherheit bringen
  • Feuerwehr-Anfahrtswege freihalten

   

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